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5G in der Schweiz auf dem Vormarsch

5G in der Schweiz auf dem Vormarsch Bild oben unsplash.com, Domenico Loia
Nachdem der neue Mobilfunkstandard 5G im letzten Jahr gestartet ist, steht die Ablösung von LTE in der Schweiz kurz bevor – zumindest bieten die großen Netzbetreiber Swisscom und Sunrise bereits einem Großteil der Bevölkerung Zugang zur neuen Technik. Der neue Standard wird aber erst jetzt nach und nach den Markt durchdringen und bleibt somit auch 2020 ein Trendthema in Sachen Technologien.

Während die neue Technik in Asien bereits zum guten Ton gehört und längst im Mainstream angekommen ist, geht es in Europa allgemein etwas langsamer voran. Während bei großen Nachbarn wie Deutschland 5G noch lange nicht flächendeckend verfügbar ist, sieht es in der Schweiz jedoch deutlich besser aus. Seit Anfang des Jahres erreicht der Marktführer Swisscom bereits über 90 Prozent der Bevölkerung und auch Sunrise spricht mittlerweile von einer Abdeckung irgendwo zwischen 80 und 90 Prozent. Lediglich Salt, der kleinste Mobilfunkanbieter hierzulande, tut sich mit dem Ausbau noch etwas schwer bzw. konzentriert sich vorrangig auf die Ballungsgebiete.

Risiko Huawei

Auf dem Weg zur Vollversorgung könnte jedoch die politische Lage noch für Schwierigkeiten sorgen, denn die Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China könnte auch Auswirkungen auf die Schweiz haben. So behaupten die USA, der chinesische Konzern Huawei würde seine Netzwerktechnik für Spionage missbrauchen. Huawei gilt weltweit in diesem Bereich als Marktführer, folglich arbeiten viele Mobilfunkanbieter mit dem chinesischen Unternehmen zusammen und nutzen dessen Technik in Sendemasten und Verteilern. Daher versucht die Trump Administration, ihre Verbündeten in Europa zu überzeugen, Huawei beim Ausbau des 5G Netzes außen vor zu lassen. Sollte es hier wirklich zu einer Eskalation kommen, gilt es für Swisscom & Co. einen Plan B aus dem Hut zu zaubern.

Wenngleich auch Huawei ein vom chinesischen Staat unterstütztes Unternehmen ist, so ist die Beweislast für mögliche Spionageaktivitäten aktuell noch recht dünn bzw. werden Beweise von Geheimdiensten bislang nicht offen gelegt. Insofern darf Huawei hierzulande genauso wie im Großteil von Europa weiter an den jeweiligen 5G Netzen mitarbeiten. Einige Staaten haben die Zusammenarbeit jedoch schon etwas reduziert, so dass entsprechende Technik nicht in datenverarbeitenden, zentralen Systemen eingesetzt wird, sondern lediglich in der Peripherie wie Sendern und Masten.

Berge sind ein Problem

Auch wenn China und eben Huawei jüngst gezeigt haben, dass man sogar den Mount Everest mit 5G versorgen kann, so ist die Versorgung der Bergregion dennoch aufwändig bzw. vielmehr kostenintensiv. Zusammen mit Bauvorschriften und Grenzwerten beim Strahlenschutz wird die schweizerische Topografie dafür sorgen, dass der vollständig flächendeckende Ausbau von 5G hierzulande noch etwas dauern wird. Laut Swisscom kann man hier wohl von zwei weiteren Jahren ausgehen, Sunrise spricht gar von drei bis vier Jahren, bis genügend Antennen im Land aufgestellt sind, um wirklich 100 Prozent der Bevölkerung zu erreichen.

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Bild oben: unsplash.com, Domenico Loia

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